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Primitiv und genial: Riva 1920 bei Green Living
Erste Regel für den “normalen” Tischler: besäume die Bohle, um die Rinde zu entfernen. Danach trenne die Bohle im Kern auf, um Verwerfungen zu vermeiden und Spannungen aus dem Holz zu nehmen. Anders Riva1920. Um die volle Breite der zwei Planken zu gewinnen, wird weder aufgetrennt noch besäumt. Um die Bohle so zu verwenden, ist eine sehr sorgfältige Behandlung des Holzes notwendig. Riva1920 nimmt sich die Zeit, sogar die vollen Stämme auf eigenem Gelände zu lagern, nach dem groben Zuschnitt ein zweites Mal zu lagern und in der Werkhalle einen dritten Lagerplatz einzurichten. So holt man sich schonend das “Einverständnis” des Holzes für die ungewöhnliche Konstruktion dieses Tisches. Außen fühlt man die Anatomie der naturbelassenen Baumkante, in der Mitte wird als Gegensatz die Parallelfuge leicht offen gelassen. Der Fuß aus rohem, massivem Eisen wird per Hand bearbeitet und geölt, um Rost zu verhindern. Archaisches geht perfekt mit Leichtigkeit in diesem Designentwurf zusammen. Gestaltet wurde dieser Tisch für Riva von der Stararchitektin Terry Dwan, die mit Antonio Citterio ihr Büro in Mailand betreibt. Zu sehen und zu fühlen bei Green Living in Berlin. (2 Fotos mit freundlicher Genehmigung eines Kunden)
Die Wiederbelebung einer alten Verbindung: Design und Handwerk

Zwei Potsdamer Produktdesigner werben für ein Design, das sich als nachhaltige und regionale Wirtschaftsförderung begreift und dem Käufer vermittelt, dass er nicht für die Form bezahlt, sondern für die natürlichen Materialien der Kleinserien und die Gewissheit, dass darin regionale Handarbeit steckt. Die Idee stammt von Franz Dietrich und Sebastian Voigt, die gerade ihren Abschluss an der FH Potsdam machen.
Die ersten Produkte bieten sie unter dem Namen “Formfreier” bereits an – darunter einen Tisch (der steht schon bei Green Living!, einen Stuhl (kommt demnächst) und eine Lampe, die symbolisch für ihre Ideen stehen. Tisch und Stuhl sind aus dem Holz der Hainbuche gemacht, einem der härtesten Hölzer überhaupt. Dieses “Eisenholz” wurde einst für Wagen und Kutschen verwandt und seine hohe Dichte ermöglicht sehr schlanke Formen, berichtet Dietrich fasziniert von dem selten gewordenen Holz. Er hat ein Templiner Sägewerk überzeugt, für seine Möbel eine Hainbuche zu zerlegen, die seit Jahrzehnten als unrentabel galt. Die Tischlerei “Wohnfühlzeit” in Birkenwerder wiederum fertigt die Möbel an. Und Green Living zeigt die Möbel als Premiere.
hier warn wir faul: meistens Quelle Stadtmagazin “Friedrich”
lieber ohne Schraube als Schraube locker!
Am Anfang meiner Schreinerlehre stand das Fertigen von Holz- Verbindungen, die komplett ohne Schrauben auskamen. Das stellt den Handwerker vor hohe Anforderungen an Passgenauigkeit und Sorgfalt. Hochwertigstes Handwerk ist quasi per se schon nachhaltig- einfach weil die Produkte lange halten und jeden Tag Spaß machen. So wie meine erste ic!-berlin- Brille, die ich vor X- Jahren in der Max- Beer- Straße in Mitte aussuchte. Die Brille “Fred” wurde nun gut abgefeiert von Ralph, dem Chef der Berliner Kultmarke, als er in unseren Showroom kam. Und da war sie wieder, die schraubenlose -pardon: screwless- Verbindung.
“onono” ist nun die exclusive Steigerung von ic!-berlin- Brillen. Der dafür neue, sehr extravagante und noch geheime Showroom bekam nun einen großen Beratungstisch von uns. Das angeschlossene Appartement noch zwei Betten dazu. Ohne Schrauben natürlich.
Endlich kam unser Esstisch aus Italien


Wenn wir nicht schon Bandscheibenpatienten wären, würden wirs jetzt sein: ein Fuß – aus einem Stammabschnitt gefertigt – wiegt allein ca. 50kg, d.h. der komplette Tisch ca. 150kg.
Beim Auspacken verströmt der Tisch einen derart intensiv- angenehmen Geruch nach Ätherischen Ölen, dass wir mehrfach von Kunden darauf angesprochen werden.
Die Fläche des Tisches ist ein Meisterwerk der Oberflächenbearbeitung. Die Holzstruktur ist deutlich zu sehen und zu fühlen. Gegen das Licht schimmert seidig die Struktur – nur die offenen Poren lassen erkennen, dass es sich um ein Naturmaterial handelt. Beim Darüberstreichen vermittelt sich einem die ganze Schwere und Bodenständigkeit dieses Materials.
Massiv Nussbaum. Keine Spanplatte, kein Kunststoff, kein Lack. Nur Natur.






